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Landingpage oder Website: Was braucht Ihr Unternehmen wirklich?

Erfahren Sie, wann eine Landingpage die bessere Wahl ist und wann eine Website. Dazu das Minimum für beide Formate und fünf Punkte für Ihre Entscheidung.

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Kategorie
Websites
Illustration: Landingpage auf dem Smartphone mit Anfrageformular und Conversion-Messung

Viele Unternehmen stehen vor derselben Entscheidung. Die einen wollen Anzeigen schalten und haben keine passende Zielseite. Andere haben eine ältere Website und überlegen, was sinnvoller ist: eine neue Website oder eine Seite für die Kampagne. Die Antwort hängt von Ihrem Ziel ab.

Im Folgenden erklären wir den Unterschied und wann welches Format sinnvoll ist. Am Ende finden Sie eine kurze Checkliste für Ihre Entscheidung.

Zwei verschiedene Aufgaben

Landingpage

Eine Landingpage ist eine einzelne Seite mit einem einzigen Ziel. Besucher kommen meist über eine Anzeige, einen Newsletter oder einen Beitrag in sozialen Medien. Dort finden sie ein Angebot und eine Handlungsaufforderung: Anfrage, Anmeldung, Terminbuchung oder Kauf.

Alles auf der Seite dient diesem einen Schritt. Es gibt kein Hauptmenü, das zu anderen Themen führt.

Website

Eine Website besteht aus mehreren verbundenen Seiten über Ihr Unternehmen. Meist gehören Startseite, Leistungsseiten, „Über uns“, Kontakt und oft ein Blog dazu. Besucher bewegen sich über das Menü und wählen selbst, was sie lesen.

Eine Website verfolgt mehrere Ziele gleichzeitig. Sie erklärt, was Sie tun, für wen und wie. Sie soll bei Google erscheinen, wenn jemand Ihre Leistung sucht. Und sie zeigt, dass hinter dem Angebot ein seriöses Unternehmen steht.

Eine Landingpage führt einen Besuch zu einer Entscheidung. Eine Website baut Vertrauen über einen längeren Zeitraum auf.

Landingpage für ein Angebot

Eine Landingpage ist die bessere Wahl, wenn Sie ein klares Angebot haben und einen bestimmten Schritt erwarten. Typische Situationen sind:

  • Kampagne mit Start und Ende. Saisonaktion, Kursanmeldung oder Anmeldung zu einer Veranstaltung.
  • Bezahlte Anzeigen. Anzeigen bei Google oder Instagram brauchen eine Zielseite, die dasselbe sagt wie die Anzeige.
  • Eine Handlungsaufforderung. Es gibt genau ein Ziel: Anfrage, Anmeldung, Anruf oder Bestellung.

Bei Anzeigen ist das besonders wichtig. Wirbt eine Anzeige für eine Leistung und führt auf die Startseite, muss der Besucher das Angebot selbst suchen. Viele tun das nicht und gehen zurück.

Eine Landingpage lässt sich außerdem leichter messen. Es gibt ein Ziel, also sehen Sie genau, wie viele Besuche zu einer Anfrage führen. So können Sie zwei Anzeigen oder zwei Überschriften vergleichen.

Genau diese Stärke ist auch die Grenze: Eine einzelne Seite kann fünf verschiedene Leistungen nicht gut darstellen.

Website als Fundament

Eine Website ist sinnvoll, wenn Sie mehrere Leistungen anbieten oder langfristig auf Besucher setzen. Die häufigsten Gründe:

  • Mehrere Leistungen. Jede Leistung bekommt eine eigene Seite mit eigenem Text, Beispielen und Antworten auf Kundenfragen.
  • SEO über die Zeit. Leistungsseiten und Artikel gewinnen nach und nach Besucher aus der Suche. Diese Besuche hören nicht auf, wenn Sie die Anzeigen pausieren.
  • Mehrere Sprachen. Wer Kunden in mehreren Ländern anspricht, braucht für jede Sprachversion eigene Adressen und Texte. So kann Google jedem Nutzer die passende Version zeigen.
  • CMS für Ihr Team. Mit einem Content-Management-System ändern Sie Texte, Fotos und News selbst. Für kleine Änderungen brauchen Sie keinen Entwickler.
  • Vertrauen. Vor einer Anfrage prüfen Menschen, wer hinter dem Angebot steht. Sie suchen „Über uns“, Referenzen, Adresse und Kontakt. Auch Visitenkarte, Google-Unternehmensprofil und Angebote als PDF verweisen auf die Website.

Illustration: Website in drei Sprachen und CMS mit Veröffentlichung pro Sprache

Kombination mit bestehender Website

Oft lautet die Antwort nicht „entweder oder“. Ein Unternehmen mit Website kann für jede Kampagne eine eigene Landingpage ergänzen.

Ein Beispiel: Ein Unternehmen mit drei Standorten startet Anzeigen für eine neue Leistung. Die Website bleibt, wie sie ist, und erklärt weiterhin das gesamte Angebot. Die Anzeigen führen auf eine Landingpage nur zu dieser neuen Leistung.

Dafür gelten einige Regeln:

  • Die Landingpage nutzt dasselbe Logo, dieselben Farben und denselben Ton wie die Website. Besucher müssen das Unternehmen sofort wiedererkennen.
  • Die Seite liegt auf Ihrer eigenen Domain, zum Beispiel ihrefirma.de/aktion. So bauen Sie Vertrauen in Ihre eigene Adresse auf.
  • Kampagnenseiten müssen oft nicht in der organischen Suche erscheinen. Die Angabe noindex hält sie aus den Ergebnissen heraus, Anzeigen können trotzdem darauf führen.
  • Nach Ende der Kampagne nehmen Sie die Seite offline oder leiten sie auf eine passende Seite der Website weiter. So bleibt kein veraltetes Angebot online.

Minimum für beide Formate

Das ist das Minimum für jede Landingpage und jede Website.

Geschwindigkeit

Google bewertet die Nutzererfahrung mit drei Kennzahlen, den Core Web Vitals. Diese Werte gelten bei Google als gut:

  • LCP (Anzeige des größten Inhaltselements): bis 2,5 Sekunden.
  • INP (Reaktion auf Klick oder Tippen): bis 200 Millisekunden.
  • CLS (Verschieben von Inhalten beim Laden): bis 0,1.

Details und Messmethoden erklärt Google auf web.dev.

Mobil

Google indexiert und bewertet Seiten in erster Linie anhand der mobilen Version. Buttons müssen groß genug für den Finger sein, das Formular kurz. Telefonnummer und Adresse sollten sich mit einem Tippen öffnen.

Klare Botschaft

Auf dem ersten Bildschirm sollen Besucher verstehen, was Sie anbieten, für wen und was der nächste Schritt ist. Die Überschrift beschreibt den Nutzen für den Kunden, nicht den Firmennamen. Die Handlungsaufforderung ist gut sichtbar.

Messung

Ohne Messung wissen Sie nicht, was funktioniert und was nicht. Richten Sie eine Webanalyse ein. Legen Sie fest, was für Sie ein Erfolg ist: ein gesendetes Formular, ein Anruf oder ein Kauf. Für Anzeigen verbinden Sie zusätzlich das Conversion-Tracking der Werbeplattform.

Rechtliche Seiten

Geschäftliche Websites in Deutschland und Österreich brauchen ein Impressum. Das gilt auch für eine einzelne Landingpage. Eine Datenschutzerklärung nach DSGVO brauchen Sie praktisch immer. Schon Kontaktformulare und Analyse-Tools verarbeiten personenbezogene Daten.

Für Cookies, die nicht unbedingt erforderlich sind, brauchen Sie die Einwilligung der Besucher. Für Unternehmen in der Schweiz gilt das Datenschutzgesetz (DSG), das ebenfalls Informationspflichten vorsieht.

Fünf Punkte für die Entscheidung

Notieren Sie vor der Entscheidung kurze Antworten zu diesen fünf Punkten.

  1. Anzahl der Angebote. Ein Angebot passt auf eine Landingpage. Mehrere Leistungen brauchen eine Website mit einer Seite pro Leistung.
  2. Herkunft der Besucher. Kommen die Besuche vor allem über Anzeigen, ist eine Landingpage ein logischer Start. Setzen Sie auf die Google-Suche, brauchen Sie eine Website.
  3. Dauer. Eine Kampagne mit klarem Ende spricht für eine Landingpage. Eine langfristige Präsenz spricht für eine Website.
  4. Sprachen und Märkte. Eine Sprache und eine Zielgruppe passen auf eine Seite. Mehrere Sprachen und Märkte sind eine Aufgabe für eine Website.
  5. Wer Inhalte ändert. Ändert Ihr Team oft Texte und News, brauchen Sie ein CMS. Für eine kurze Kampagne ist das meist nicht nötig.

Spricht das meiste für eine Landingpage, beginnen Sie damit. Brauchen Sie eine Website und steht bald eine Kampagne an, ist die Kombination oft der beste Weg.

Wie wir arbeiten, lesen Sie auf den Seiten Landingpages und Websites. Im kostenlosen Erstgespräch von 30 Minuten gehen wir diese fünf Punkte gemeinsam durch. Danach erhalten Sie ein Festpreisangebot, aufgeteilt in Phasen. Einen Termin vereinbaren Sie über die Seite Kontakt.

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